Gesundheitswesen
Wichtige Säulen von unserem Gesundheitswesen sind die Krankenkassen. Jeder Bürger ist in Deutschland verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen.
Dazu gibt es zwei unterschiedliche Systeme. Das sind die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Hier müssen sich alle Arbeitnehmer und Angestellten bis zu einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze versichern (2007 sind das 47700 € brutto). Wer mehr verdient, sowie alle anderen Bevölkerungsgruppen können eine Private Krankenversicherung (PKV) wählen.
GKV gibt es ca. 240 Stück. Die Leistungen richten sich nach einem festgelegten Leistungskatalog und sind überall gleich. Dabei handelt es sich in der Regel um Basisleistungen auf hohem Niveau mit teilweisen Zuzahlungen. Der Beitrag wird prozentual vom Bruttoverdienst erhoben und schwankt zwischen 11 % und 16 %. Der Patient kann seine GKV frei wählen und unter Beachtung der Kündigungsfristen auch wechseln. Bei Beitragserhöhungen gibt es Sonderkündigungsrecht.
Die Leistungen der PKV sind wesentlich umfangreicher und vielschichtiger. Der Privatpatient kann zwischen Basisleistungen mit Zuzahlungen und Sonderleistungen, wie Chefarztbehandlung im Krankenhaus, oder Einzelzimmer, frei wählen.
Der Versicherungsbeitrag richtet sich nach den abgeschlossenen Leistungen, dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers, eventuellen Gesundheitlichen Risiken und den besonderen Versicherungsbedingungen der Anbieter.
Der Versicherungswechsel innerhalb der PKV ist problemlos möglich, sollte aber genau geprüft werden, weil das Eintrittsalter und eventuelle gesundheitliche Risiken sehr entscheiden für die Beitragshöhe sind.
Bei Erfüllung der Kriterien ist ein Wechsel von der GKV zur PKV bis 55 Jahre immer möglich.
Der Wechsel von der PKV zur GKV ist nur noch bei Erfüllung besonderer Kriterien möglich.