Tihany – kleine Halbinsel im Plattensee

Wer für seinen nächsten Urlaub Ungarn plant, denkt sicher auch mal an den Balaton. Ein guter Tipp für den „Urlaub Plattensee“ ist diese kleinen Halbinsel Tihany. Die muss man einfach gesehen haben.

Auf der Halbinsel gab es früher übrigens Vulkane. Von jedem Punkt am See sieht man ihn, den 235 Meter hohen Geysirkegel, gute Sicht natürlich vorausgesetzt. Geysirkegel sind versteinerte Sedimente von heißen Quellen. Sie sollen vor etwa 500.000 Jahren aktiv gewesen sein. Insgesamt gibt es auf der Halbinsel Tihany ungefähr 100 Stück davon.

Tihany ist eine bezaubernde kleine Halbinsel von gerade mal 12 Quadratkilometern und hat erstaunlich viel zu bieten. Es gibt hier im Inneren zwei Seen, wobei besonders der eine (Belso-to) einen reichen Fischbestand hat und für Angler ideal ist. Das Ostufer der Halbinsel ist gut erschlossen, während das Westufer ziemlich verschilft ist.

Am südlichsten Zipfel verkehrt die Autofähre. Da kann man den Plattensee an seiner engsten Stelle überqueren. Übrigens ist die gesamte Halbinsel seit 1952 Naturschutzgebiet.

Der gleichnamige Ort Tihany mit seinen 2.000 Einwohnern ist ein Urlauber- und Besuchermagnet und soll der meist besuchteste Ort am Balaton sein.

Sicherlich jeder Tihany-Urlauber hat sich die Abteikirche angesehen. Die Kirche, wie man sie heute kennt, wurde auf dem Fundament der von König Andreas 1055 gegründeten Benediktinerabtei erbaut. Im Jahre 1066 starb König Andreas und noch heute existiert in der Krypta sein Grabmal. Die heutige Abteikirche wurde 1719 bis 1754 gebaut. Nebenan im Klostergebäude wurde ein Museum eingerichtet. Es gibt sowohl ständige als auch wechselnde Ausstellungen zu sehen. Aktuelle Informationen dazu bieten Ungarn Reisefüher.

Im Hafenviertel entlang der Hafenstraße kann man wunderbar schlendern und wird mit einem wunderschönen Blick auf den Balaton belohnt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Freilichtmuseum von Tihany. Beeindruckend sind die über 100 Jahre alten Bauernhäuser, eines davon originalgetreu eingerichtet, im anderen gibt es alte und neue Keramik zu sehen.