Der thematische Apperzeptionstest
Ein bekannter Test in der Psychologie ist der thematische Apperzeptionstest. Entwickelt wurde dieser Test 1935 von Henry A. Murray und Christiana D. Morgan und gehört heute zu den bekanntesten und auch häufig genutzten projektiven Tests. Angewendet wird ein solcher thematischer Apperzeptionstest entweder als Persönlichkeitstest oder auch in der Motivationspsychologie – hier zur Messung von Motiven. Bei einem solchen Test werden der Testperson schwarz/weiße Bildtafeln vorgelegt. Auf diesen Bildtafeln werden überwiegend Menschen in alltäglichen Situationen abgebildet. Die Testperson wird jetzt dazu aufgefordert zu jedem Bild eine kurze Geschichte zu erzählen. Dabei soll diese die dargestellte Situation interpretieren. Zu den Leitfragen, die in dieser Geschichte geklärt werden sollen, gehört die Frage danach was gerade geschieht, was zu der Situation führte, woran die Personen denken und wie die Geschichte weitergehen wird. All dies muss die Testperson innerhalb von 4 Minuten machen. Die Inhalte dieser Geschichte dienen dem Untersucher damit als Hilfsmittel, um sich ein Urteil über das innere Erleben und die persönliche Wahrnehmung der Testperson bilden zu können. Hierbei kann die Auswertung dieser Geschichte entweder über einen Auszählungsmechanismus nach bestimmten relativ objektiven Kriterien erfolgen oder auch durch eine intuitiv-ganzheitliche Betrachtung. Auch wenn dieser Test einige Kritik hervorgerufen hat, so hat er sich doch in der empirischen Forschung bewährt. Aus diesem Grund findet er auch heutzutage vielfach Anwendung.