Ohrringe
Bereits seit 100.000 Jahre schmücken sich Menschen, damals noch mit Muscheln, was durch einen Fund von Muschelanhängern in Afrika belegt wurde. Schon seit der Altsteinzeit kommt es zum Einsatz von Schmuck in Form von einfachen und sogar mehrgliedrigen Halsketten. Damals wurde die Ketten noch aus Materialien wie Muschel- und Schneckengehäuse, Fischwirbeln, Tierzähnen und Perle erstellt, die Anhänger aus Knochen, Steinen und wie heute auch aus Bernstein. Bereits durch die Entdeckung von Kupfer und Bronze als verwertbare Rohstoffe wurden diese beispielsweise zur Produktion von Anhängern oder Ringen genutzt. Schmuck ist also keinesfalls eine neue Entscheidung, wobei die Entdeckung von neuen Möglichkeiten im 20. Jahrhundert zu einer starken Vergrößerung des Angebots und der Nachfrage führte. So viel zur Geschichte des Schmucks, beschäftigen wir uns nun mit den verschiedenen Typen, insbesondere mit den Trauringen.
Doch zuerst ein kleiner Exkurs, warum tragen die Menschen eigentlich Schmuck? Ursprünglich sollte durch das Tragen von Schmuck die Attraktivität oder der Stellenwert innerhalb einer Gesellschaft gestärkt werden, als Beispiel wären hier Kronjuwelen zu nennen. Das Tragen von Armbändern oder auch von Piercings kann aber ebenfalls zur gesellschaftlichen Abgrenzung genutzt werden.
Kurz zur Produktion: Bei der Herstellung von Schmuckstücken werden neben Edelmetallen und künstlichen Stoffen Schmuckstücke häufig auch eingearbeitete Edelsteine, Bernstein, Pechkohle, Fossilien, Perlen und Korallen, die so genannten Schmucksteinen, zur Veredelung verwendet.
Das wohl am häufigsten getragene Schmuckstück sind Ketten, die in verschiedensten Variationen vorkommen. Diese bestehen meist aus Edelmetallen wie Silber oder Gold sowie weiteren Materialien wie Edelsteinen, Perlen etc. Neben der ursprünglichen Verwendung als Halsketten und Ohrringe, gibt es mittlerweile weitere Varianten wie Fuß-, Uhr- und Brillenketten.
Besonders beliebt, bei Frauen ebenso wie bei Männern, sind Fingerringe, die bereits seit der Antike die Finger vieler Menschen zieren. Über die Jahre veränderten sich zwar die Materialien - früher bestanden die Ringe aus Knochen und vermutlich auch aus Holz, Pilzen sowie Steinen wie Bernstein, heute kommen vor allem Ringe aus Edelmetallen vor - die Bedeutung blieb allerdings die selbe oder veränderte sich nur geringfügig. So stellen (besonders prächtige) Ringe Herrschaftssymbole dar oder dienen rituellen Zwecken und der Selbstdarstellung. Besonders möchten wir uns aber mit den Trauringen beschäftigen, einem der größten Verwendungszwecke des Ringschmucks. Der Austausch von zwei gleichförmigen Ringen besiegelt die Vereinbarung der Ehe zwischen beiden Menschen, getragen sollen diese das gegenseitige Vertrauen dokumentieren. Aus diesem Grund werden zwei durcheinander geführte Ringe häufig als Symbol der Ehe gezeigt, da diese nur durch zerstören des anderen getrennt werden können, wobei einer von diesem (und damit im übertragenen Sinn die Ehe) gebrochen wird. Bereits seit der Antike kennen die Römer sowie die alten Ägypter Trauringe, die damals am vierten Finger der linken Hand getragen wurden. Dies hat sich, zumindest im deutschsprachigen Raum, geändert. Heute werden diese üblicherweise am rechten Ringfinger getragen. Häufig ist der Ring zudem mit einer Inschrift versehen, meist den Namen der Ehepartner sowie einem Spruch, der die Ewigkeit des Bundes bekräftigen soll.