Prepaid Kreditkarten

Mit der VISA Electron hatte VISA bereits vor längerer Zeit eine Kreditkarte auf Guthabenbasis auf den Markt gebracht, welche Aufgrund verschiedener Defizite jedoch keine große Verteilung erfuhr. Zum einen lag es an der mangelnden Akzeptanz, da die Electron nicht an allen VISA-Akzeptanzstellen angenommen wird. Zum anderen fehlt vielen der Electron Karten der CVC-Code, welcher für die Nutzung im Internet erforderlich ist. Seit einiger Zeit bieten nun aber verschiedene Banken Prepaid Kreditkarten an, die nahezu die gleiche Nutzung ermöglichen wie eine gewöhnliche Kreditkarte. Zwar fehlt auch diesen Prepaid Kreditkarten nach wie vor die Hochprägung, dies stellt aber heute keinen großen Nachteil mehr dar. Die Hochprägung wird benötigt wenn über die so genannten Ritsch-Ratsch-Geräte abgerechnet wird. Dieses veraltete, vor-elektronische Verfahren findet jedoch kaum noch gebrauch und soll bereits in absehbarer Zeit vollständig ausgemustert werden.

Waren zunächst nur Prepaid VISA Kreditkarten verfügbar, gibt es mittlerweile auch Prepaid MasterCard Kreditkarten in verschiedenen Ausführungen.

So wird von der Schwäbischen Bank eine virtuelle Prepaid MasterCard angeboten, bei der keine Plastikkarte ausgegeben wird, sondern nur die Daten, welche für den Gebrauch im Internet notwendig sind. Somit kann hiermit weder in Geschäften bezahlt, noch Bargeld am Automaten abgehoben werden. Diese Nachteile werden jedoch durch im Vergleich zu anderen Prepaid Kreditkarten sehr niedrige Gebühren ausgeglichen. Möchte man die Karte jedoch überall benutzen, also sowohl im Internet, als auch in Geschäften und zur Bargeldabhebung, liegen die Prepaid VISA Kreditkarten in Punkto Leistung und Kosten vorn. Die Prepaid VISA der LBB zum Beispiel bietet nicht nur den vollen Leistungsumfang zu geringen Kosten, sie bietet sogar eine Guthabenverzinsung on derzeit bis zu 3% p.a. auf das vorhandene Guthaben, ein Zinssatz der sich durchaus sehen lassen kann.