Weihnachten – das Fest der Liebe

Heutzutage steht Weihnachten in dem Ruf sinnentleert zu sein. Das liegt zum einen daran, dass der ganze Konsum die Weihnachtstage vollkommen überschattet. Schon im Oktober finden sich die Weihnachtsnaschereien in den Auslagen der Geschäfte, lächeln uns die ersten Weihnachtsmänner entgegen und Tausende von Anzeigen springen uns an mit ihren Werbebotschaften für die Produkte, die man dieses Weihnachten unbedingt zu verschenken hat. Neben dem Konsum verliert sich der Sinn, der in den Weihnachtstagen steckt auch durch die Hektik und den Stress, den so viele Menschen in der Vorweihnachtszeit erleben.
Eine enorme Geschäftigkeit ergibt sich vor und hinter den Kassen der Kaufhäuser und jeder hat eine große Liste abzuarbeiten, um ein gelungenes Weihnachtsfest gestalten zu können. Wenn man die geschmückten Häuser in der Vorweihnachtszeit betrachtet, hat man heutzutage den Eindruck, dass sich die Nachbarn gegenseitig zu übertreffen suchen in ihrer Ausstattung der weihnachtlichen Gärten, Bäume und Fenster.
Dies alles kritisch betrachtend, darf man aber nicht vergessen, welches Ziel all dieses Tun und all diese Geschäftigkeit hat.
Hinter dem ganzen Konsum steht ja der Wunsch ein Weihnachtsfest gelingen zu lassen, was besonders die dazu geladenen erfreuen soll. All die Betriebsamkeit und somit sicherlich manchmal der Stress dienen ja in erster Linie den anderen und mal nicht nur sich selbst. Egal also, wie christlich oder weniger christlich man die Weihnachtszeit angeht, so wird doch ein zutiefst christlicher Sinn mit ihr erfüllt.
Sowie das Schenken selbst ja das Glück des anderen anstrebt, so dient all die Weihnachtsbäckerei, all das weihnachtliche Herausputzen und Schmücken ja in erster Linie nicht sich selbst, sondern dem anderen. Deshalb ist es weniger wichtig, dass man an diesen Weihnachtstagen den Geburtstag von Jesus Christus feiert, da man sich zumindest doch besonders dem bewusst ist, was seine Botschaft an die Menschen ist: Der Liebe.