Die Polizei versteht nun mal keinen Spaß

Auch nicht an Halloween? Nein, leider nicht. Da musste ich doch, als ich mal wieder im Zeitungsarchiv stöbern war, lesen, dass die Polizei in Seevetal anlässlich des 31.Oktobers (der Tag an dem Halloween traditionell gefeiert wird) eine Anzeige geschaltet hat, in der sie ihre Sorge über den Ausgang von Halloween kund tat. Sie befürchtet, dass es an diesem besagten Abend wieder einmal zu zahlreichen Sachbeschädigungen und Beleidigungen im gesamten Landkreis kommen könnte. Die Angst vor farbverschmierten Autos, mit Eiern oder Tomaten beworfenen Hauswänden und abgeknickten Büschen gehe mal wieder um. Die Eltern deren Kinder als Hexen, Monster und Vampire verkleidet, durch die Gegend ziehen und an den Haustüren um Süßigkeiten bitten, seien doch bitte darauf hingewiesen, dass die kleinen Streiche doch Straftaten seien und das die ihre Kinder an diesem Abend doch bitte im Auge behalten sollten. Und alles nur weil viele ältere Menschen diesen Brauch nicht kennen würden.
Das sind sicherlich die Menschen, die Allerheiligen feiern und wie es sich gehört brav in die Kirche gehen, um den Toten zu gedenken. Alles schön und gut, sollen sie ruhig tun. Es ist nur immer wieder schade zu sehen, dass Allerheiligen, ein Fest, das es mittlerweile über 1200 Jahre gibt, gefeiert wird und Holloween nicht. Der Witz an der ganzen Sache ist nämlich, dass Halloween sehr viel älter ist als Allerheiligen, die Menschheit feiert es seid über 5000 Jahren. Eigentlich müsste es umgekehrt sein, das christliche Allerheiligen müsste einigen unbekannt sein. Da ist es doch um so mehr schade, dass einige erstens nicht zu naschen zu verschenken haben, wenn süße, verkleidete Kinder in einer kalten Oktobernacht vor der Tür stehen und um Essen bitten und zweitens, dass sie dann auch noch Anzeige erstatten, wenn ihnen verdient ein Streich gespielt wird. Da kann man nur sagen, so viel zum Thema Nächstenliebe.