In den letzten vier, fünf Jahren sind die Preise für Rohstoffe stark gestiegen. Das Gold hat ein so hohes Preisniveau seit rund 20 nicht erreicht. Platin und Silber eilen von Rekord zu Rekord, auch wenn zwischenzeitlich einmal kleine Einbrüche zu verzeichnen sind. Den hohen Ölpreis bekommen Mieter und Hausbesitzer mit Öl- und Gasheizungen zu spüren genauso wie die Autofahrer an der Tankstelle. Erfahrungsgemäß hinken die Agrarrohstoffe dem Trend der Commodities mit einem gewissen timelag hinterher. Viele Aktienexperten empfehlen deshalb inzwischen den Einstieg in die Aktien der Agrarwirtschaft. Steigende Preise machen den Anbau für die Farmer in aller Welt natürlich interessanter. Für die Verarbeiter sind steigende Preise zwar alles andere als gut. Da aber die Rohstoffe insgesamt steigende Preis zu verzeichnen haben, sind die Biorohstoffe aber bei steigenden Preise relativ betrachtet nicht benachteiligt.
Insbesondere beim Hanf gibt es für eine steigende Nachfrage seitens der Auto noch andere Pro-Argumente als den Preis. Hanffasern splittern nicht, so dass diese Glasfasern bei gewissen Komponenten, wo es um das Thema Sicherheit geht, zunehmend substituieren. Ein weiterer Vorteil der Hanffasern ist, dass sich diese problemlos entsorgen.
Man kann diese ganz einfach kompostieren oder auch verbrennen. Die Entsorgung von Hanf ist zudem CO2-neutral.
Das Umweltargument kommt auch bei einem weiteren Einsatzgebiet des Hanfs ins Spiel. Bio-Dämmstoffe aus Hanffasern gewinnen stetig Marktanteile. Bei Dämmmaterialien aus Glaswolle haben die Käufer anhaltende Sorgen, dass die lungengängigen Mineralfasern Krebs verursachen könnten. Textilien Fasern wie der Hanffaser wird demgegenüber sehr viel mehr Vertrauen entgegengebracht. Über Neuigkeiten in diesem Bereich kann man sich in dem ein oder anderen Blog schlau machen.
Klaus-Martin Meyer
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